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Aus Scheisse Geld machen
Inzwischen weiß ich wie das geht - man nimmt seinen abgefuckten Bauernhof, baut zwischen den Ställen Gänge für Besucher, stellt in Vitrinen allerlei Plunder auf, den andere Leute nicht mal mehr mit auf den Flohmarkt nehmen würden, schreibt ein paar banale Gedichte an die Wand, und nimmt dann Geld dafür. So gesehen diesen Samstag auf dem Prickingshof - ich war da mit meinem Freund und seinen Eltern. Hauptsächlich wollten seine Eltern dort hin, und weil wir nichts besseres vor hatten, sind wir mitgefahren. Der Hof feiert sich selber als europäischer Musterhof - ich möchte in einem musterhaften Europa kein Nutztier sein. Die Viecher haben fast keinen Platz sich auch nur umzudrehen, und Tageslicht oder sogar grüne Wiesen kriegen sie wohl nur auf ihrem Weg zum Schlachter zu Gesicht. Das Ganze geht einher mit einem Personenkult der besonderen Art - "Bauer Ewald", verewigt in Bild und Ton wo man geht und steht. Bauer Ewald auf dem Trecker, Bauer Ewald bei seiner Hochzeit, Bauer Ewald auf seinem 65. Geburtstag, angetan mit Sonntagsanzug, Cowboyhut und Holzpantinen. Ja der Mann hat Geschmack. Hatte, besser gesagt, denn inzwischen ist er tot. Und seit er tot ist, scheint auch niemand mehr was an dem Hof getan zu haben - im "Ballpoll" (so heißt das auf der Webseite) sind die Bälle so verstaubt, dass wohl kein Elternteil das nicht gerne wäscht seine Kinder dort reinschicken würde. Fazit - der Tag hätte mir noch mehr leid getan, wenn ich den Eintritt selber bezahlt hätte. Aber die Verzerrspiegel waren lustig.
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 | Hab ich schonmal gesehen... (Anonymous)
2003-09-01 07:17
(link) |
... und zwar im Fernsehen. Und da wurde der Hof beschrieben, als wenn das Wunderland Realität geworden wäre. Das Fernsehen lügt also, und das find ich skandalös. *hmpf*
Klopfer(Reply to this) (Thread) |
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