Altersvorsorge auf dem Vormarsch
Immer mehr Bürger erkennen, dass sie selbst ihren Beitrag zur Absicherung im Rentenalter leisten müssen.
Der Großteil derer, die finanzielle Vorbereitungen getroffen haben, setzt dazu auf konventionelles Sparen. Auf Platz 2 folgt die Riesterrente, die sich in allen Einkommensschichten ähnlich großer Beliebtheit erfreut.
Diese und weitere Ergebnisse liefert der "CosmosDirekt-Familienreport 2007", der die Einstellung von Müttern und Vätern zur privaten Vorsorge in den Fokus rückt.
Private Altersvorsorge nimmt Fahrt auf
Die private Altersvorsorge hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Relevanz gewonnen. Die Aktualität des Themas zeigt sich allein dadurch, dass sich die Zahl der Riester-Renten seit 2001 versechsfacht hat. Rund neun Millionen Verträge wurden laut Bundesregierung bis zum Frühjahr 2007 abgeschlossen - Tendenz steigend.
"Für fast jede zweite Familie ist das konventionelle Sparen Teil ihrer privaten Altersvorsorge. Es ist damit die am häufigsten genannte Vorsorgeart. Aber dabei profitiert der Verbraucher in der Regel nicht von staatlichen Fördermöglichkeiten zur Altersvorsorge. Zudem ist die Rendite oft sehr gering", so Winfried Spies, Vorstandsvorsitzender der "CosmosDirekt".
Der "Familienreport 2007" zeigt, dass fast jede zweite Familie das klassische Sparen (49 Prozent) als Altersvorsorge-Maßnahme nutzt - dicht gefolgt von der Riester-Rente (42 Prozent). Deutlich weniger Eltern hingegen schließen eine private Rentenversicherung ab (36 Prozent) oder legen ihr Geld in Fonds an (32 Prozent).
Familienstand entscheidend für Art der Absicherung
Welche Art der Altersvorsorge bevorzugt wird, hängt stark vom Familienstand sowie dem Einkommen ab. Der Familienreport zeigt: Alleinerziehende und Geringverdienende sichern sich deutlich weniger als Verheiratete und Besserverdienende für das Alter ab.
So gaben 28 Prozent der Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1500 Euro an, für das Alter zu sparen, während dies mehr als doppelt so viele Besserverdienende tun. Einzige Ausnahme ist die Riester-Rente: Das Altersvorsorge-Modell mit der Förderung vom Staat ist in allen Einkommensschichten mit rund 44 Prozent gleich beliebt.
Der "Familienreport 2007" zeigt zudem, welche Unterschiede sich bei der Wahl der Altersvorsorge aus dem Familienstand ergeben: Während Verheiratete das klassische Sparen favorisieren (52 Prozent), entscheiden sich Alleinerziehende wiederum mehrheitlich für die Riester-Rente (43 Prozent).
Altersvorsorge für Kinder
Damit es auch dem Nachwuchs im Alter an nichts mangelt, plant jede vierte Familie eine entsprechende Absicherung ihrer Kinder. Rund 20 Prozent aller befragten Eltern haben bereits eine Altersvorsorge für ihre Kinder abgeschlossen.
Die Hälfte der Befragten sieht einen Abschluss zum jetzigen Zeitpunkt jedoch als verfrüht an. Finanzielle Gründe stehen an zweiter Stelle: Für 30 Prozent der Eltern ist eine Altersvorsorge für ihre Kinder zu teuer. In der Gruppe der Mütter und Väter mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1500 Euro im Monat sind es sogar 52 Prozent, die sich eine Absicherung für ihren Nachwuchs nicht leisten können.
(Quelle: News-Ticker.org)